La Digue ist eine wunderschöne kleine Insel im Indischen Ozean mit einem gemächlichen Lebensrhythmus, malerischen Felsen und rosafarbenen Stränden. Hierher gelangt man von der Insel Praslin mit der Fähre (etwa eine halbe Stunde), von der Insel Mahé mit dem Schnellboot (ebenfalls etwa 30 Minuten) oder mit dem Helikopter.
Die Visitenkarte der Insel ist die Küste der Bucht Anse Source d’Argent („Silberquelle“) mit ihrer eindrucksvollen Panorama aus riesigen Granitfelsen, die morgens rosa und bei Sonnenuntergang rot erscheinen.
Ein langer Strandstreifen erstreckt sich vom Kap Pointe Barbé; alle Strände dort sind von Granitfelsen umgeben. Die abgelegensten Strände liegen in den Buchten Grand Anse, Petite Anse und Anse Cocos. Dies sind die schönsten Strände der Insel, deren Sand einen rosafarbenen Schimmer hat. Während des Südostmonsuns (von April bis Oktober) wird das Meer jedoch unruhig, und das Baden an diesen Stränden ist gefährlich. Außerdem sollte man immer auf die Holzschilder mit Aufschriften in verschiedenen Sprachen achten: „Achtung vor gefährlichen Strömungen“.
Zum Schnorcheln fährt man am besten zur nahe gelegenen kleinen Insel Île Coco.
Auf 300 Metern Höhe erhebt sich der Berg Nid d’Aigle („Adlerhorst“), der einen großen Teil der Inselfläche einnimmt. Die Hauptsehenswürdigkeit der Insel ist der Park L’Union Estate, der einst der auf der Insel berühmten Familie Hossen gehörte. In ihm befindet sich eines der ältesten erhaltenen Kolonialgebäude auf den Seychellen. Von nicht geringerem Interesse für Touristen ist das Haus auf dem Parkgelände, in dem der Kultfilm aller sowjetischen Schüler der 80er Jahre – „Emmanuelle“ – gedreht wurde.
In La Passe, der Hauptstadt der Insel, kann man alte kreolische Holzhäuser bewundern. Im Norden der Insel, am Kap Pointe Barbé, erheben sich die Gräber der ersten Kolonisatoren, die von der Insel Bourbon (heute Réunion) kamen.
La Digue ist einer der beliebtesten Tauchplätze auf den Seychellen: In der Umgebung der Insel gibt es über 30 Tauchspots für jeden Geschmack. Zu den bekanntesten gehören: Ave Maria – Granitfelsen, die ein Korallenatoll umgeben, mit zahlreichen Unterwasserpassagen; Channel Rocks und White Bank mit einer Vielzahl verschiedener „Ureinwohner“; Grand Sœur und West Sister Rock, wo man große Barrakudas und Graue Riffhaie sehen kann. Auch Schnorchel-Liebhabern wird der Spot Coral Garden gefallen, dessen Name für sich selbst spricht.